Stolz sind die verantwortlichen vom Abwasserverband Moos auf ihre jüngste Investition. Stolz, weil die ausgefeilte Technologie ein Bauwerk nach Maß ist, und weil es unterm Strich deutlich günstiger realisiert werden konnte, als ursprünglich geplant. Da spielt es nur noch am Rande eine Rolle, dass das Bauvorhaben in den Wirren der Straßenplanung um mehrere Jahre verzögert wurde. Bereits 1996 wurde der Bau beschlossen und das Ingenieurbüro Burkart Raff mit der Planung beauftragt. Doch nachdem die Planungen zum Bau der Regenwasserbehandlung in der Mitte des geplanten Kreisels am Lindenplatz komplett waren, war der Kreisverkehr vom Tisch. Mühsam wurde dann nach einem geeigneten Grundstück an der Aach gesucht. „Die Lösung, die wir jetzt gefunden haben funktioniert ohne Kreisel, aber auch mit“, freut sich Ralf Baumert, Bürgermeister von Rielasingen-Worblingen. Aber auch Verbandsvorsitzender Peter Kessler, Bürgermeister von Moos freut sich. Denn die Anlage schafft es, das bislang ungefiltert in den Aachkanal eingeleitete Regenwasser der umliegenden Straßen zu sortieren (siehe Infografik). So soll künftig nicht mehr aller Schmutz und Dreck, der sich auf den Straßen angesammelt hat, in die Aach gespült, sondern separat gesammelt und fachgerecht entsorgt werden.
Über 400 000 Euro sollten in die umweltfreundliche Maßnahme investiert werden. „Am Ende werden wir wohl unter 300 000 Euro liegen“, konnte Planer Raff beim Blick in die Rechnungen der beteiligten Firmen Strobel-Bau aus Pfullendorf und Stulz-Steuerungstechnik aus Grafenhausen bilanzieren. Das freut die beiden Bürgermeister natürlich obendrein.

Quelle Südkurier 05.01.2012

 

Parkplatz

Auf diesem Gelände entstand in nur sechsmonatiger Bauzeit der neue Museumsparkplatz.

Der neue Platz in Oberzell ist nun offiziell freigegeben. Das Band durchschnitten am Sonntag (von links) Bürgermeister Wolfgang Zoll, Wirtschaftsminister Ernst Pfister und Planer Burkhard Raff